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Frans Mensink

ist ein technisch versierter Zeichen-Profi, Grafiker, Maler und Illustrator.
Er wurde im März 1959 geboren, ist glücklich verheiratet und hat - neben seinen drei Katzen - zwei Kinder.
Sein Studio ist praktischerweise gleich hinter dem Haus. Dort ist er - dank Breitband - verbunden mit seinen weltweiten Auftraggebern.

Seit fast zwanzig Jahren arbeitet Mensink als Auftrags-Illustrator, -Animator und -Grafiker; die letzten Zehn davon überwiegend digital; natürlich an einem Macintosh!

Die Auftraggeberliste ist durchaus beeindruckend und beinhaltet Firmen wie Playboy, Dr Oetker, Ford, Opel,...
Seine Arbeiten reichen von Cartoons, Storyboards und Matte-Paintings für (Werbe)-Filme, Layouts, Buchtitel, Illustrationen für Werbung oder Broschüren.

Weitere Details über seine Arbeit liefert die überaus informative wie optisch schöne Website. Schon bei einem ersten Besuch wird der Grund für seine Vorstellung auf diesen Seiten offensichtlich.

Frauen! Erotische Frauen, Gothic Frauen, ... Frauen in allen Lagen. Meist unbekleidet oder zumindest nur noch bedeckt mit einem Hauch von Nichts. Mensink versucht in jedem Bild etwas Neues zu lernen, neue Wege der Darstellung zu finden und wird nicht Müde selbst nach einem schlechten Ergebnis wieder von Neuem zu beginnen. Deshalb ist dieser "erotische" Teil so wichtig geworden für ihn.

Neben etlichen erotischen Pin-ups, Illustrationen und kurzen Comicgeschichten unter anderen für Playboy Deutschland, Passie Magazin Niederlande und Taschen Verlag Deutschland entwickelte er für NBM USA die Comic-Album-Reihe Kristina - Queen of Vampires.

Wie sich auf Mensinks Homepage herausstellt, existiert für Kristina sogar ein "reales Vorbild". In einigen seiner älteren Illustrationen tauchte eine Figur namens "Reisna" auf, die dem realen "Gothic- und Fetish-orientierten US-Modell Kristina" recht ähnlich schien. Nach einigen Umwegen trafen die "GothicQueen" und der Künstler aufeinander und so (in etwa) entstand das Projekt. Ähnliches ist ja schon einmal in Italien passiert - Zeichner Tarlazzi und sein "Selen-Projekt".

Worum geht es in Kristina - Queen of Vampires?
Nachdem Kristina vor Jahrhunderten von einem wütenden Mob umgebracht worden war, erwacht die schöne Königin in unserer Zeit. Nach einer ordentlichen Stärkung mit Blut - gespendet von ihren unfreiwilligen Helfern bei ihrer "Erweckung" - sucht sich die hungrige Lady einen ersten Diener für ihren zukünftigen kleinen "Hofstaat". Hier versucht Mensink auch nicht sofort jedes Klischee über Vampire zu verwenden. Kristina beißt ihren zukünftigen Sklaven nicht, sondern verwendet eine Art hypnotischen Blick, der bewirkt, das das Opfer ihr augenblicklich (sexuell) verfallen ist. Durch ihn kommt die durchtriebene Blutsaugerin bei einigen "Spielereinen" auch auf den Geschmack, das nicht nur Blut ihren Lebensdurst stillen kann. Auch der "männliche Saft" scheint eine kraftvolle "Stärkung" zu sein. Um nun in der modernen Welt nicht weiter aufzufallen und weil sich ihr Gewissen meldet, will sie fortan nur noch dem "Abschaum der Gesellschaft" das Blut aussaugen (Der rote Saft ist anscheinend doch der energiereichere Saft für Vampire) - und so muss bald darauf ein Vergewaltiger und Dieb als nächstes Opfer Kristinas dran glauben. Ihre Taten bleiben trotzdem nicht unbemerkt und so heftet sich sehr schnell ein Ermittler-Pärchen an ihre hübschen Fersen. Die ermittelnden Polizisten sind ihrerseits auch nicht gerade Kostverächter. ...

Mensink erfindet die Geschichte um eine rassige, sexy Vampir-Lady nicht gerade neu. Warum sollte er auch. Er orientiert sich wage an existierende Vorbilder wie Vampirella - ohne diese zu kopieren. Die Geschichte selbst ist sicher nicht "großes Kino"; sondern eher erotisch seicht, aber schön und genussvoll zu lesen.

Mensinks Comic-Charaktere - so auch Kristina - sind dem Leser sofort vertraut und sympatisch. Wohl auch, weil er auf allzu gewalttätige Darstellungen verzichtet und lieber - dem Grundthema verschrieben - erotische Inzenierungen zelebriert. Dadurch entsteht eine leichte und kurzweilige Geschichte die einfach Freude macht mehrmals durchzulesen.

Mensinks Stil für die Kristina-Alben ist skizzenhaft locker gewählt und überzeugt mit einer stimmungsvollen, technisch versierten Farbgebung. Die einzelnen Bilder verleihen dem Album, anders als bei den Arbeiten als Illustrator, den Touch von Skribble-Zeichnungen für ein Storyboard oder eine Werbepräsentation.

So gewählt, wohl zum Einen, um zügiger arbeiten zu können. Zum Anderen "fängt das hinzukommende Farblayout alle Skizzen auf" und erhöht den Gesamteindruck des Comicalbums um ein Vielfaches.

Die Qualität der erotischen Comicarbeiten wird nur noch von seinen erotischen Illustrationen übertroffen. Hier beweist Mensink sein großes Können. Oftmals werden experimentelle Elemente in die Zeichnungen eingebaut und geben den Bildern eine leichte, unbeschwerte, "persönliche" Note.

Leider wurden die Vorveröffentlichungen im US-Magazin Sizzle den Arbeiten um Kristina nicht gerecht. Im schwarz/weiss Druck verlieren die Zeichnungen erheblich an Glanz und Stimmung. Dies wurde offenbar bei den Sizzle-Vorabdrucken mit Inhalten aus Band 2 erkannt, denn die einzelnen Seiten erschienen nun deutlich kontrastreicher und "heller".

Album 1 und 2 ist unter anderem bei Amazon bestellbar. Band 2 erschien 2007. Dort trifft Kristina auf weitere ihrer Artgenossen.

Ein weiteres Alben von ihm ist ebenfalls 2007 erschienen. Für das holländische "Passie Magazine" kreierte Mensink das Album The Erotic Adventures of Bobbi Eden - Snakesgate von und mit Hardcore-Star Bobbi Eden.

2010 erschien der dritte abschließende Band von Kristina.

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