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Anton Drek

Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der amerikanische Comic-/Cartoon-Zeichner und Illustrator Don Simpson. Der 1961 geborene Künstler begann schon sehr früh mit dem zeichnen.
In den folgenden Jahren wurden seine Arbeiten durch die frühen Vorbilder, wie den Superhelden Comicbooks der 60er Jahre, den Zeitungsstrips und dem Mad Magazin geprägt. Don Simpson lebt (laut Lambiek) mit seiner Frau Judy in der Nähe von Pittsburgh. Neben dem Zeichnen lehrt er Comiczeichnen und Computergrafik.

Trotz seines guten Rufes und seiner unzähligen Kontakte in der Branche, ist die Schaffenswelt des Don Simpson dem durchschnittlichen Comicleser weitgehend unbekannt geblieben.

In der Comic/Underground-Szene wurde Simpson als Zeichner der Cartoon-Serien Bizarre Heroes, Border Worlds und Megaton Man bekannt.

Simpson debütierte 1984 mit Megaton Man, dessen Abenteuer vom US-Verleger Kitchen Sink veröffentlicht wurde. Die urkomische Parodie auf die Marvel Comic der 1960er Jahre ist für Kenner der Originale und ihrer sprachlichen Semantik - geprägt durch die Marvel Legende Stan Lee - ein besonderer Leckerbissen. Megaton Man´s satirische Anspielung an die "silberne Ära" der Marvel und DC Comic ist gespickt mit Verweisen und Annäherungen, die sogar beim "Lettering" der Sprechblasentexte nicht halt macht.

Für DC Comic zeichnete er die Serie Wasteland (1998) und für Harvey Pekar American Splendor. Des Weiteren arbeitete Simpson für eine kurzlebige Monster Comic-Serie von Fantagraphics und konzipierte dafür eine Comic-Adaption von King Kong.

Als Illustrator war Simpson für die Gestaltung der Bücher L. Sprague de Camp "The Ragged Edge of Science" (1980) und Al Franken's Bestseller "Lies and the Lying Liars Who Tell Them: A Fair and Balanced Look At the Right" (2004) verantwortlich.

Um 1990 etwa "platze dann der Knoten". Es entstanden für Eros Comix unter seinem Pseudonym Anton Drek die Porno-Comicserien Wendy Whitebread, Undercover Slut und Forbidden Frankenstein.
Wendy Whitebread war das erfolgreichste Comicheft, das Simpson je produziert hat und für Eros Comix ein mehrfach veröffentlichter Dauerbrenner.

Die Geschichten selbst sind eher seicht und tragen dem Porno-Comic-Klischee Rechnung. Trotzdem weiß der eigenwillige Mix aus Horror, Suspense, Satire und Sex zu gefallen. In Sachen Deutlichkeit bleibt Drek dem Leser nichts schuldig. Ausgeprägte "männliche Absch(l)ußszenen" bilden Parallelen zu den Arbeiten von Nicky. Die "Sex pro Seite Rate" ist in Wendy Whitebread und Forbidden Frankenstein extrem hoch.

Wendy Whitebread persifliert Polizei- und Detektiv-Romane mit einem gehörigen Schuss Romantik-Kitsch. In Forbidden Frankenstein interpretiert Drek Mary Shelleys Roman "auf seine Weise" - wofür er sich in seiner Einleitung zu Heft #2 auch brav entschuldigt.

Simpsons vielseitiger Zeichenstil ist wiedererkennbar und durchaus professionell. Für die Hardcore-Serien wählte er seinen kantigen, "Old School"-Style; ähnlich, wie er ihn für die Serie Bizarre Heroes (Fiasco Comics) verwendete.
Nach dem traditionellen Zeichnen der Comicseiten mit Pinsel und Tusche gibt Simpson für den farbigen Abschluß (Coloring) den digitalen Hilfsmitteln den Vorzug.

erotische Veröffentlichungen als Anton Drek (Auswahl):
- Anton's Collected Drek Featuring Wendy Whitebread (Eros Comix Sammelband #3, 1994)
Darin sind alle Heftserien zusammengefasst: Wendy Whitebread #1-2, Forbidden Frankenstein #1-2, Dracula's Daughter #1 - zusätzlich rund 30 neue Seiten, die nicht veröffentlicht wurden)

- Wendy Whitebread, Undercover Slut Heft 1-2 (1989/1992)
- Anton Drek's Forbidden Frankenstein Heft Nr. 1- 2 (1991)
- Anton´s Drekbook (One-Shot-Comic-Heft, Eros Comix)

Links:
Don Simpson bei Wikipedia
Sein Blog
Web-Comic Megaton Man

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