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Bruno COQ

 

Seine erotischen Comicarbeiten sind stilsicher und gekonnt gezeichnet. Die Themen sind "Genretypisch" angesiedelt. Unterwerfung, leichte S&M-Spiele, sowie das übliche Sex-Repertoire.

 

Das Pseudonym COQ erschien um 1986 in den Seiten des kurzlebigen Heftes Rebels von Ideogram (einem Ableger von Elvifrance). In den 1990er Jahren fand Coq seinen Style für ausführliche S&M-Themen in seinen Geschichten und seine Arbeiten waren unter anderem in Magazinen wie Bédé X oder Bédé Adult zu sehen.

 

Das Album "Ein scharfer Chef" handelt beispielsweise von dem skrupellosen, machtbesessenen Personalchef Colonna, der seine Position schamlos ausnützt und Bewerberinnen erheblich mehr zumutet, als die Stellenbeschreibung vermuten lässt. So bekommt zu Beginn der Geschichte seine Sekretärin Karin als Erste seine Launen zu spüren. Aus heimlicher Liebe zum herrischen Chef lässt sie so ziemlich alles mit sich machen. Anschließend ist eine andere Kandidatin an der Reihe, die gerne in der Wäscheabteilung anfangen möchte. So „bittet“ Colonna mal schnell zum "Eignungstest", zusammen mit der Leiterin der Parfümerieabteilung, die auch mal kurz "mittesten" darf. Desweiteren veranlasst der "fürsorgliche" Chef kurzerhand ein paar Kameras in der Damentoilette zu installieren, um herauszufinden, was da so getrieben wird. Letztendlich werden diese Videobänder jedoch zu seinem Verhängnis.

 

Ein Weiteres Album, neben "ein scharfer Chef" und "Floras Leben", schildert die Abenteuer von Bella Postic. In der Nähe eines herrschaftlichen Anwesens wird eine Frau ermordet. Bella bewirbt sich bei dem verdächtigen Schlossherrn, um inkognito polizeilich ermitteln zu können. Sehr bald findet sie heraus, das der Schlossherr und seine Frau ihr Dienstpersonal als Sexsklaven ausbildet. ...

 

COQ´s Geschichten bedienen „ohne Ausnahme“ rein männliche Sex-Phantasien. Oftmals haben die Handlungen der dominanten Charaktere (wie zum Beispiel der Chef in "ein scharfer Chef") keine "moralischen" Folgen oder Konsequenzen am Ende der Geschichte zu fürchten. Die weiblichen Charaktere sind meist Mitläufer und willigen recht schnell ein bei sexuellen Handlungen mitzuwirken. So bietet COQ inhaltlich nur typische Sex-Klischeekost.

 

Optisch gibt es keine Klagen. COQ´s Zeichenstrich ist professionell und ohne Qualitätsunterschiede. Die Sex-Handlungen abwechslungsreich und außerst explizit inszeniert.

 

Alben (Auswahl):
- Le directeur (Ein scharfer Chef, The Manager)(2000)

- Le Secrétaire (2004)
- La vie de Flora (Floras Leben)
- Punitions pour Bella Postic (Strafe für Bella Postic/Punitions!)
- L'Etrange Docteur Mazsovich (Der seltsame Doktor Mazsovich)
- L'Espionne (Die Spionin)

- Cercle Vicieux

 

Seine Alben sind in Frankreich als Neuauflage mit neuem Cover bei Editions Rebecca Rils veröffentlicht worden.

 

Um das Jahr 2003 verschwand der Zeichner COQ von der Comic-Bildfläche und tauchte 2009 unter dem Pseudonym Pitek wieder auf. (1)
 

Ach ja! Hinter COQ verbirgt sich nicht der Künstler Luis Garcia Gallo! Der Fehler: Bruno COQ benutzt das gleiche Pseudonym (COQ) wie Luis Garcia Gallo.

 

Quelle:

(1) Encyclopédie de la BD érotique, Auflage 2010, S.90/91

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