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Shiwasu no Okina (師走の翁)

"The old man of December", so die grobe Übersetzung seines Pseudonyms wurde eigentlich im August - genauer am 29. - geboren. Er wuchs in der Yamaguchi Präfektur auf und lebt zur Zeit in der Kanagawa Präfektur Shizuoka.

Sein "Eromanga"-Debut hatte Shiwasu no Okina 1997 mit einer Kurzgeschichte für das Magazin Comic Aun, nachdem er bei einem Preisausschreiben des selbigen Magazins den zweiten Platz belegt hatte.

Seine künstlerischen Lehrjahre waren die Doujinshi. Also Fan-Manga - von Fans für Fans - die ohne Restriktionen durch Copyrights oder Tabus "veröffentlicht" werden. Zu Anfang zeichnete Shiwasu no Okina auch nicht-erotische Sachen mit Figuren aus so bekannten Serien wie Nadia oder Silent Möbius.

Nach Abschluss der High School und einer verpatzten Aufnahmeprüfung für das College gründete er mit anderen High School-Kollegen einen Manga-Zeichner-Circle - Kairaku Yarou G Team; also eine Gruppe, die Manga und Dojin (Fan-Manga) produziert. Ein weiterer Circle indem Shiwasu no Okina publiziert ist Ngo Hay Yappunyan. Ein weiteres Pseudonym von ihm lautet Okina Keikaku.
Der Übergang von Doujinshi Produktionen zu kommerziellen Sachen ist meist recht fließend.

Die meisten Arbeiten von Shiwasu no Okina werden im Magazin Comic Aun des Verlags Hit Shuppansha herausgegeben.

Shiwasu no Okinas Geschichten glänzen durch ihre oft ungewöhnlichen, kuriosen Ideen und Wendungen, sowie den meist überzogenen Charakteren. Ebenso variantenreich ist sein Repertoire der "hentai-manga typischen" Themen. So sieht man etliche lesbische Spielereien mit Anreicherungen von Futanaris (Frauen mit zusätzlichen primären männlichen Geschlechtsteilen); Bondage, S&M und Fetisch Elemente, Orgien, Cosplay und reine Lolicon Geschichten. Nicht erwähnt werden muss die ausführliche Schilderungen "hardcore-üblicher" Sexeinlagen, die äußerst spritzig und tabulos präsentiert werden.

Shiwasu no Okina ist sehr explizit und freizügig in seinen Manga-Fantasien. Obgleich eines scheinbaren Überangebots an sexuellen Handlungen, kommt dennoch eine kurzweilige und humorige Geschichte und/oder Rahmenhandlung nicht zu kurz.

Trotz der zuweilen gezeigten sexuellen Gewalt, mildert der cartoonhafte Zeichenstil von Shiwasu no Okina jedwede Brutalität oder Hässlichkeit. Aufkommende extreme Situationen werden meist durch eine humorvolle Handlungsszene abgemildert.

Sein Zeichenstil ist ohne Tadel und Schwächen in Anatomie oder Layout. Seine Charaktere wirken auf den ersten Blick, durch ihren cartoonhaften Stil, überaus sympatisch. Der schlichte Zeichenstrich mit Feder und Tusche ist (manga-)traditionell, modern und zeitgemäß. Schattierungen und Grauflächen werden Manga-typisch mit Rasterfolien erledigt. Was auffällt ist sein kreativer Umgang mit Bildausschnitten und Perspektiven. Durch immer neue Positionen (Close-ups, One-Pager, Panel-Doppelseiten, Bildreihen mit Momentaufnahmen einer Szene, …) und "Kamerawinkel" wirken - nicht nur - die Sex-Szenen frisch und unverbraucht.

Der Kurzgeschichtenband Nosewasure schildert im ersten Kapitel von der Lehrerin Ayano Chuzenji, die ein geheimes lesbisches Verhältnis mit ihrer Schülerin Yui unterhält. Eigentlich läuft alles recht harmonisch und doch kommen Ayano Bedenken, ob sie Yui genügend "Befriedigung" geben kann. Dann hört Ayano von einer geheimen Schülerverbindung, die "echte" mannliche Geschlechtsteile bei Frauen "anfügen" kann, um fortan beide Merkmale zu besitzen, um dann - so denkt Ayano - das gesamte Spektrum der Befriedigung geben zu können. Der Entschluß dazu führt Ayano in die Arme des Clubvorstandes für schwarze Magie Kouki Morikaku. Er könnte Ayanos Wunsch erfüllen, doch die junge Frau ist sich noch nicht bewußt, was sie alles auf sich nehmen muss, um ihr verrücktes Ziel zu erreichen.
Anschließende "Kurzgeschichten" mit Cosplay-Themen runden den rundum gelungenen Band Nosewasure ab.

Sei So Tsui Dan Sha ist eine originelle Geschichte um den Schüler Ryu Ogawa, der von einer Gruppe von Mitschülerinnen gehänselt und sexuell gedemütigt wird. Bei einem dieser Begebenheiten, als die "grausamen" Schülerinnen ein Seil um Ryus bestes Stück geschnürt haben und zu fest daran ziehen, wird der Penis plötzlich abgerissen. Oder bessergesagt, er "löst sich von selbst" einfach ab. Nachdem der gehörige Schreck aller Beteiligter verdaut wurde, bemerken die Mädchen sehr schnell, das Ryu unverletzt ist und der Penis immer noch funktioniert. Noch überraschender ist die Tatsache, das er an allen Oberflächen haftet; ja sogar an Personen - bei voller Funktionsfähigkeit - angebracht werden kann. Das Schöne ist zudem, das die "neue Trägerin" das volle "Feedback" des Penis zu spüren bekommt. Zum Nachteil Ryus, der ebenfalls, zwar entmannt, die Manipulationen sozusagen live miterlebt.

Die Schülerinnen sind von dieser Gegebenheit natürlich begeistert und treiben allerhand Unfug (unter anderem wird das "Ding" missbraucht als Radiergummi-Ersatz oder vermeintlicher Wasserspender) mit dem guten Stück. Oftmals sehr zum Leidwesen von Ryu.
Im Laufe der Handlung werden weitere Besonderheiten rund um Ryus Penis entdeckt. Zum Beispiel, das die "neue Trägerin" eine gesteigerte Libido verspürt.

Der Höhepunkt der ungewöhnlichen Geschichte ist die anstehende Geburtstagsfeier von Ryu und die Entscheidung der Mädchen den liebgewonnenen Penis als Geschenk zurückzugeben. Doch die Schülerinnen haben nicht die Rechnung mit Ryus Mutter gemacht. Diese "outet" sich überraschend während des Festes als waschechte Hexe - und ab jetzt zündet das Sexfeuerwerk erst so richtig.

Der berühmteste Titel von Shiwasu no Okina ist aber sicherlich Shining Musume; eine mittlerweile sechsbändige Serie über eine Gruppe von Idol-Mädchen, die ohne es zu Wissen, einen Pakt mit einem Dämon schließen. Sie müssen dabei ihre geheimsten sexuellen Fantasien schildern und bekommen die Macht, diese auch auszuleben und umzusetzen. Letzendlich mündet das Ganze in die (sexuelle) Unterwerfung der Gruppe. Shining Musume ist dabei deutlich erzähllastiger als andere Titel und räumt der Handlung eine Menge an Seitenplatz ein.

Die Kombination aus einer unverwechselbaren, optischen Qualität und den tabulosen, oftmals rassanten Sexinhalten - gewürzt mit cartoonhaften Einlagen - machen die Bände von Shiwasu no Okina so "sehenswert".

Leider wurde seine Qualität im schwierigen westlichen Markt noch nicht erkannt und so existiert bis heute keine offizielle englische Übersetzung eines seiner Werke. Der geneigte Fan ist somit auf Scanlations angewiesen oder erwirbt etwas umständlich die japanischen Original-Bände.

Veröffentlichungen (Auswahl):
- Get or Die (1997)
- Love (1998)
- SHIWASUNOOKINA (1999)
- SEI SO TSUI DAN SHA (2003)
- NOSEWASURE (2005)
- Shining Musume Band 1 bis 6 + Sonderband "Daughter"
(Hit Shuppansha, 2002-2007/2008)
- Haruyokoi (Nebenhandlung von Shining Musume) (2008)
- Shiwasu no Okina (Hit Shuppansha, 1998/2008)
- The Day Before the Saint Cherry Blossom Festival (2009)
- JC Ecchi (2009)
- GTT "After Tea Facials" (2010)

Links:
- der offizielle Blog von Shiwasu no Okina
- ein Interview mit dem Künstler (auf japanisch)
- der Twitter-Account
- weitere japanische Seite über seine Veröffentlichungen

- die japanische Wikiseite
- die japanische Wikiseite von der Serie Shining Musume
(sollten die Links nicht funktionieren, einfach mit dem japanischen Namen von Shiwasu no Okina im jap. Wiki suchen)

Special-Download:
- ein leider stummer Film (126 MB), in dem Shiwasu no Okina eine Seite tuscht.

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