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Stramaglia Morale

 

Es gestaltet sich als durchaus schwierig, etwas verwertbares über den/die Zeichner "Morale" im Web zu finden. Selbst stundenlanges Bemühen mehrerer Suchmachinen bringt kaum brauchbare Ergebnisse. Es ist nicht sicher, ob hinter dem Pseudonym die Namen Giampaolo Morale und Wanda Stramaglia Cerreto stehen.
Als gesichert erscheint (1), das der oder die Künstler für das italienische Studio Leonetti produzierten. Des Weiteren ist es wahrscheinlich - vergleicht man die leicht unterschiedlichen Zeichenstile der einzelnen Morale-Produktionen - das unter dem Signet Morale verschiedene Künstler aus dem Studio von Dino Leonetti an den einzelnen Comic-Projekten beteiligt waren.

 

Der Zeichenstil unter dem "Label" Morale ist klassisch, klar strukturiert und ohne wilden Bildaufbau. Dieser Stil besitzt fast keine persönliche, markante Note; was wohl dem Diktat der italienischen Fumetti-Groschenhefte und dem Stil des Hauses Leonetti geschuldet ist.
Bei einigen Comic-Projekten stand der versierte Erzähler, Autor und Zeichnerkollege Tulli zur Seite. Oftmals war auch das Studio Leonetti selbst für die Texte verantwortlich.

 

Die Comicgeschichten selbst spielen mitunter in früheren Epochen; wie zum Beispiel im Album La Divine. Es handelt von einer Opernsängerin, die im Europa während des ersten Weltkriegs als "Mata Hari-Doppelagentin" zu überleben versucht. Der Band ist auch auf deutsch erschienen unter dem Namen "Die Göttliche". Die englische Übersetzung erschien bei Cha Cha Comics.
Die Comicgeschichte Ambre L´Impétueuse spielt wiederum in Frankreich im Jahr 1628.

 

Die Sexdarstellungen in den Morale-Comic sind sehr explizit und bilden inhaltlich den Hauptanteil der jeweiligen Geschichte. Sie umfassen die ganze Palette der zwischenmenschlichen Zweisamkeit und gehen bis zu "harten" Bondage- und Folterszenen.


Auffällig an Morale-Produktionen ist, das gerne auch homo- und bisexuelle Szenen in die Geschichten eingebaut wurden.
Was jedoch abstößt ist der eher brutale Umgang mit Frauen. Vereinzelte Szenen in denen Frauen geschlagen werden, haben etwas kaltes, abwertendes, brutales an sich.

Es existiert ein feiner Unterschied, ob eine Frau nackt und gefesselt innerhalb einer Fetisch-Szene mit einer Peitsche gezüchtigt wird, oder ob selbige von einem Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen wird. Erotisch ist letzteres nicht! Hier erkennt man die "dunklen Pfade" der fumetti neri.

 

Auffällig ist ebenfalls, das einzelne Bilder oder Charaktere von anderen Produktionen kopiert und für diverse Szenen einiger Morale-Produktionen adaptiert wurden. Das war jedoch bei etlichen Fumetti-Serien - sprich auch im Hause Leonetti - fast schon gängige Praxis.

Ein Beispiel am Ende dieser Seite zeigt eine Gegenüberstellung Morale vs. Manara. (2)

 

Veröffentlichungen (Auswahl):
- Patricia (Sexe Reporter) [Story: Tulli] (erschienen in Bédé Adult ab #199)

- La Divine (Die Göttliche) [Story: Tulli] (erschienen in Bédé Adult ab #210)
- Jeux de Sexe (erschienen in Bédé Adult ab #242)

- La Pension Fiorita (2000)

- Jái épousé une pute (erschienen in Bédé Adult ab #255)

- Anna: Innocente pervertie (erschienen in Bédé Adult ab #264)

- Ambre "L´Impétueuse" (erschienen in Bédé Adult ab #271)

- Lisa: Beauté fatale (erschienen in Bédé Adult ab #275)

- Profession Enclave [Story: Tulli] (I.P.M. 2000)
- Dressage et Punition (Honeymoon in Sicily) [Story: Tulli]

- Čducation Anglaise (Institute Berger) [Story: Tulli] (I.P.M.)

- Sarah Rough (I.P.M., Bédé X ab #116)

- Dressage et Punition (I.P.M., Bédé X ab #117)
 

Kurzstory:
- La seconde femme de Maitre Li [Story: Romain Peyret]

 

Quellen:

(1) regdul

(2) ECC/Galabru

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