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Millefeuille __ ミル・フィーユ
(auch Miru Fiiyu)

Der Name kommt aus dem französischen und bezeichnet eine dreischichtige Torte, auch Napoleonschnitte, oder auf deutsch Cremeschnitte genannt.

Eigentlich ein recht treffender Name für den Mangaka. Damit ist nicht seine äußere Erscheinung gemeint, sondern sein charmanter und unverwechselbarer Zeichenstil.

Millefeuilles gezeichnete vollbusig-barocken, frech wirkenden Wonneproppen könnte man in einer deutschen Übersetzung durchaus als "Cremeschnittchen" bezeichnen.

Seine weiblichen Figuren sind verschmitzt (verschwitzt), frech und forsch, wohlproportioniert rundlich und immer mit üppigen Brüsten und ausladenden Hinterteilen ausgestattet. Oftmals weisen die rundlichen Gesichter einen leichten "asiatischen" Einschlag auf, weil die Augen der Figuren von Millefeuille eher breitgezogen als hoch und rund gezeichnet werden.

Ein weiteres augenfälliges Merkmal seiner Manga sind die skizzenhaft-gezeichneten runden "Luftwölkchen", die den Charakteren, meist in der "Hitze der Zweisamkeit", aus den Mündern keuchen und die Körper spielerisch umwabern. Ähnliche Stilmittel verwenden auch andere hentai-Zeichner - wie zum Beispiel Kira Hiroyoshi, dessen Stil sogar Ähnlichkeiten mit dem von Millefeuille aufweist - doch bei Millefeuille wirken sie in seinem eher minimalistischen Layout viel prägnanter. Schweißnasse Körper, großbrüstige Frauen, "spanische" Sexpraktiken, milchige Körperflüssigkeiten,... sind die Zutaten seiner Hentai-Kurzgeschichten.
Weiter fällt auf, das seine weiblichen Charaktere selten den Blick weg vom Betrachter wenden und der Augenkontakt zwischen Leser und gezeichneter "Wonneproppen" (gerade) während der Sexszenen bestehen bleibt.

Die Inhalte sind sicherlich h-mangatypisch Klischeehaft, aber gewaltfrei und verbreiten eine ungezwungene und freundliche Stimmung. Die "Wonneproppen" sind in den Kurzgeschichten meist die Hauptcharaktere - die "Aggressoren", sprich, diejenigen, die die "Sache" (Sex) ins Rollen bringen.

Millefeuille zeichnet in einem klaren, skizzenhaften Zeichenstil, der nicht durch Massen an Speedlines oder unterschiedlichen Rasterflächen überfrachtet wirkt.

Er arbeitet traditionell mit Tusche und Feder. Seine farbigen Arbeiten entstehen - zum Beispiel seine Illustrationen oder die üblichen farbigen Heftseiten am Anfang eines jeden Mangaheftes - meist mit Aquarellfarben und Pinsel, oder er scannt die Rohzeichnungen ein und versucht sich digital mittels Photoshop, was ihm eigentlich immer recht gut gelingt.

Nach eigenen Aussagen - viele Einblicke in seine Arbeit lassen sich durch seinen Blog gewinnen - ist in seinem Büro eigentlich immer etwas Essbares zu finden und meist heillos überfrachtet mit allerlei Spielzeug(-Figuren).

Offizielle englische Übersetzungen seiner Manga sind bis heute nicht erschienen, was äußerst schade ist, denn allzu heikles Material, wie Lolicons oder Inzest hat er im Grunde nicht.

Veröffentlichungen (Auswahl): ("Namen in Klammern" dienen nur zur Orientierung und sind keine Übersetzungen oder Titel von englischen Ausgaben/die meisten Sätze sind auf dem japanischen Titel abgedruckt)
- Kokochiyoi omo-sa (2000) ("Bomb bust girls")
- Ryōkan shikō (2001) ("Voluminous oriented")
- Sōzō ijō ni tappuri (2002) ("How incredible big tits!")
- Omotta ljou no Hannou (2003) ("Great Reaction in ecstasy")
- Umarete Hajimete (2004) ("(Born) For the first time...")
- Yononaka Azayaka (2005) ("Vivid in a world")
- Yume ni Mita Mama (2008) ("It is same as my dream")
- Oboetate (2009) ("just learned it...") (MUJIN COMICS)
- Jōnetsu michi michi (2011) ("Passion Road") (MUJIN COMICS)

Links:
- Der Blog des Künstlers
- Die Seite von Mujin über Millefeuille
- Die japanische Wikipediaseite über Millefeuille

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