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Menou Kuroiwa * (黒岩瑪瑙)

Seine Beiträge erschienen unter anderem in den Magazinen Comic 0EX, Comic Megastore H, Comic Megamilk. Sein Hauptverleger ist Core. 1985 gegründet, vertreibt der japanische Verlag hauptsächlich h-Manga.
Core ist Herausgeber von Magazinen wie Comic Hotmilk, Comic Megamilk, Comic Megastore und Drap.

Kuroiwas Geschichten handeln meist von erfahrenen Frauen, die sexuelle Beziehungen mit jüngeren männlichen Charakteren eingehen. Dabei werden häufig inzestuöse Verhältnisse zwischen Mutter/ältere Schwester und Sohn gezeigt. Bisweilen wird auch eine weitere Frau (oder ein Mann) in die Handlung eingebaut, die/der dann als Vermittler/in dient und die Mutter, Schwester oder den Sohn "verkuppelt".

Seine minderjährigen Charaktere werden zwar durchaus recht jung gestaltet - ein Eindruck welcher auch dem leicht cartoonigen Zeichenstil geschuldet ist -, sind aber im Kontext der Handlung eher im pubertierenden Teenageralter einzuordnen.

Die Kurzgeschichten werden zuweilen mit Themen und Fetischen des BDSM (dominierenden Frauen, Sklaven-Spielen, unterwürfige Mütter wie Söhne,… ) angereichert.

Kuroiwa geht eher behutsam mit seinen Charakteren um. Brutale Gewalt, Vergewaltigungen oder Demütigungen sind eher die Ausnahme. Sicherlich sind einzelne Handlungspassagen auch mal "rauer" und grenzwertig; doch im Grunde bleiben die Geschichten in einem "akzeptablen" Rahmen ausschweifender Sex-Fantasien.

Kuroiwa hat einen einfachen, schlichten und cartoonigen Zeichenstil, den er in den farbigen Passagen deutlich aufwertet. Das Layout wirkt aufgeräumt, klar strukturiert und wartet nicht mit plakativen Effekten - wie Speedlines oder exzessiven Gebrauch von Rastern - auf.

Die Handlung wird meist sehr ruhig erzählt, ist jedoch oftmals klischeehaft aufgebaut und bietet wenig Überraschungen oder interessante Wendungen.

Der Manga Spilt Milk aus dem Jahr 2009 beinhaltet zehn Kurzgeschichten. Die farbigen Seiten zu Beginn des Buches zeigen eine kurze Episode über eine unbefriedigte junge Mutter, die sich in die Arme ihres Sohnes wirft. Diese Beziehung wird auch in der darauf folgenden Episode vertieft. Auf einer Bahnfahrt in einem Nahverkehrszug schildert die Mutter die Anfänge ihrer inzestuösen Beziehung. Danach sieht man die Annäherungen ihres dominanten Sohnes während der Fahrt; die nach dem Halt des Zuges in einer öffentlichen Toilette münden.

Die nachfolgende Geschichte handelt ebenfalls von einer jungen Mutter und ihrem Sohn. Die Mutter heimlich beim einsamen Liebesspiel beobachtend verliebt sich der Junge in sie. Während einer Autofahrt kommt es jedoch zur Wende, in der die Mutter dem Sprössling eröffnet, das seine heimlichen Ausspähungen von ihr so geplant wurden.
Die fünfte Geschichte erzählt von einem Mutter/Sohn-Paar, die miteinander "Meister und Sklave" spielen (in wechselnden Rollen), wobei der Sohn - im Part des Sklaven - schon mal als Crossdresser in einer Maiden-Uniform in die Stadt zum einkaufen geschickt wird.
In "Futari no tsuma" wird eine junge Ehefrau zum Spielball ihres Mannes und dieser involviert den Stiefsohn in deren gemeinsame Bondage-Liebesspiele.

Danach folgt "Tsurugi no mai", die in einem Kendō-Dojo spielt und zeigt wie die masturbierende "Lehrerin" von ihren Schülern überrascht wird.
Nach einer Geschichte im Badehaus beginnt die darauf folgende Geschichte dramatisch mit einem Schiffsunglück. Ein Vater versucht seinen Sohn und das Hausmädchen zu retten, was ihm gelingt. Er ringt dem Mädchen das Versprechen ab, sich um seinen Sohn zu kümmern. In den folgenden Jahren übernimmt das junge Mädchen die Mutter/Schwester-Rolle und langsam entwickelt sich ein wenig mehr zwischen dem pubertierenden Kinuko und der einsamen "Haushälterin" Yuuichi.
Auch die nächste Geschichte handelt von einem Hausmädchen die jedoch ein seltsames Geschenk von einem Handelsvertreter bekommt. Natürlich ist der Hausierer ein Verkäufer von Sexspielzeug, das er sogleich ausgiebig mit dem überraschten Hausmädchen testet. Zuletzt bekommt die Handlung noch einen kleinen Twist, als sich herausstellt das die Geschichte in der Zukunft spielt, in der es lebensecht aussehende Haushalt-Roboter gibt - und bei "Überbeanspruchung" auch schon mal kaputt gehen.

"Inzestuöse Beziehungen waren schon immer ein fester Bestandteil von erotischen Fantasien; in jeglicher künstlerischen Ausdrucksform - nicht nur in Japan.
Wenn die Geschichten wie bei Kuroiwa durchaus zärtlich und liebevoll erzählt und optisch hervorragend präsentiert werden, kann man die mangelnde inhaltliche Tiefe einiger seiner Geschichten durchaus verschmerzen. Ob es je zu einer westlichen (englischsprachigen) Veröffentlichung kommt bleibt abzuwarten. Ich persönlich bin skeptisch das es dazu kommen wird. Schade eigentlich". (1)

Veröffentlichungen (Auswahl) (2):
- Milk Crown (Core Magazin, Comic Megastore, 2006)
- Spilt Milk (Core Magazin, Comic Hotmilk, 2009)
- Milky Way - (成)MILKY WAY (Core Magazin, Comic Hotmilk, 2010)
- Immoral (Core Magazin, Comic Hotmilk, 2011)
- Eclipse (Core Magazin, Comic Hotmilk, 2013)
- Incubus (Core Magazin, Manga Bangaichi, 2014)
- Iyashi no Onsen Ryokan Omokage (Core Magazin, Bangaichi, 2014)

Stand 2014

Links:
Homepage

Quellen:
(1) Kommentar Gaijinjoe
(2) mangaupdates.com

* Vor- und Nachnahme

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