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Arthur de Pins

Der talentierte Autor, Grafik-Designer und Animator wurde 1977 in der Bretangne geboren, wuchs in Versailles auf und hat in Paris bildende Kunst studiert. Seine Abschlussarbeit für Art Deco war der Zeichentrickfilm Géraldine, der um 1999 entstand. Er gewann damit unter anderem den Kurzfilmpreis in Annecy, was ihm weitere Türen und Angebote eröffnete.

2001 war de Pins bei eine Computerspiele-Firma beschäftigt. Im Zuge dieser Arbeit entwickelte er oft Charaktere, die auch auf einer Fläche von 32x32 Pixel Platz finden mussten. Das soll dazu geführt haben, das seine späteren Figuren für Illustrationen und Comic ebenfalls einen recht großen Kopf und einen gestauchten Körper bekamen.
Durch diese Körperaufteilung wirken die Charaktere von sich aus meist schon recht komisch und niedlich. Ähnlich wie in diversen westlichen Animationsfilmen, sowie in Anime- oder Manga-Produktionen zu sehen - Stichwort SD.

Der 2004 entstandene Animations-Kurzfilm La révolution des crabes wurde mit zahlreichen Preisen bedacht und war rund um den Globus ein großer Erfolg. Arthur de Pins gewann damit den Publikumspreis der Festivals von Annecy und Ottawa und wurde im selben Jahr für den europäischen Filmpreis Cartoon d´Or nominiert.

Ein Jahr zuvor arbeitete er bereits als gefragter und vielbeschäftigter Illustrator. Seine Arbeiten erschienen im Magazin MAX, Fluide Glacial, bei Wombat und auf den Covern von Jane Hunts Reihe Osez….
Mittlerweile kann man seine Illustrationen auf mannigfaltigen Publikationen, Kalendern, Webseiten, Plakaten, Werbekampagnen und Flyern entdecken.

Arthur de Pins Zeichenstil, der meist am Computer mit Vektorprogrammen überarbeitet und vollendet wird, hat trotz der reproduzierbaren Optik einen eigenen unverwechselbaren Style entwickelt. Die Mischung aus "typischem" Animation-Design, Vektorgrafik und einem Schuß französischem Lokalkolorits, sowie dem frechen Charme seiner Charaktere selbst, ergeben in ihrem Zusammenspiel das optische und unterhaltsame Lesevergnügen.

2005 entdeckte de Pins seine alte Liebe wieder, die er bereits seit seinem Studium pflegte: die Comic-Strips. Für ihn waren dabei schon immer die kurzen Wege von Idee zur Ausführung, sowie die mangelnden Einschränkungen und Reglementierungen von Vorteil.

So entstand die erotische Reihe Péchés Mignons, die ähnlich der Albumserien von Dany oder di Sano, mal humorvoll, mal hintergründig, die Irrungen und Wirrungen der Beziehung zwischen Mann und Frau auf unterhaltsame Weise analysiert.
Er illustriert das Beziehungsgef(l)echt von Mann und Frau in vielen Einseitern, schafft es aber auch, den Kern eines Themas innerhalb eines Bildes zu treffen. Péchés Mignons ist durchaus ein erotischer "Sex-Comic". Schließlich geht es auf jeder Seite irgendwie immer um die schönste Nebensache der Welt. Doch die Reihe ist kein expliziter Hardcore-Comic geworden. Das ein oder andere Geschlechtsorgan ist schon mal zu erspähen, aber das Ganze bleibt doch eher verhalten und "sittsam".

Die Figuren bei Péchés Mignons sind - anders als in etlichen seiner Illustrationen - rund und knuddelig gestaltet. Männer wie Frauen besitzen große Augen, einen kleinen oder je nach Gefühlslage großen Mund und keine Nase. Proportional ist der Kopf fast ebenso groß wie der Rest des Körpers. Das verursacht beim Leser ein instinktives Kindchen-Schema, das es unmöglich macht, den fast puppenhaften Protagonisten im Comic böse zu werden.

Péchés Mignons ist "eine schöne Episodensammlung aus dem Erleben paarungsbereiter Großstädter. Überall gibt es etwas zu entdecken und auch falsch zu machen. Aus Fettnäpfchen und Lernprozessen entsteht hier ein liebevoller Humor. Als Ergebnis ist für den Leser vom Schmunzler bis zum Brüller alles dabei." (Auszug aus einer Kritik).

Ob der Autor sich dabei selbst im Spiegel sah, als er die Figur aus den Comicbänden Arthur taufte, bleibt augenzwinkernd jedem selbst überlassen.

Der deutsche Epsilon Verlag hat mit einem Kampfpreis-kalkulierten ersten deutschen Band von Péchés Mignons Mut bewiesen; der hoffentlich auch belohnt wird. Péchés Mignons ist ein unterhaltsames erotisches Lesevergnügen und durch seine eher zurückhaltende Art in Sachen Sex und Deutlichkeit auch ein ausgefallenes Geschenk für Freunde oder Freundin.

Beachtung gilt zudem dem neuen Band von de Pins. Zombillénium ist ein wunderschönes Comicalbum geworden, obgleich darin gar gruselig, schaurige Gesellen ihr Unwesen treiben. Bei amazon.fr wird ein kleiner Trailer gezeigt, der einen kurzen Einblick in die nichterotische(!) Geschichte gewährt.

Veröffentlichungen (Auswahl):
- Péchés Mignons, Band 1 (2006)
(Band 1 auf deutsch "Lieblingssünden" bei Epsilon)
- Péchés Mignons, Band 2: Chasse à l'homme ! (2007)
- Péchés Mignons, Band 3: Garce Attack ! (2008)
- Les Petits Péchés Mignons : Les mecs sur les sites de rencontre (2009)
- Les Petits Péchés Mignons : Les nanas au réveil (2009)
- Zombillénium (2010)
- Artbook (2007)

Illustrationen u.a. für
- Webseite www.rebeccarils.com
- Jane Hunt und ihre Reihe Osez... bei La Musardine

Links:
- Homepage von Arthur de Pins
- Die MySpace-Seite von Arthur de Pins
- Animation La révolution des crabes
- die französische Wikipedia-Seite

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