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Ramón Armas

 

Nicht nur die Künstlerin Rebecca versteht es, die wunderbare Welt der sexgeilen Hausfrauen gekonnt aufzuzeichnen. Der spanische Cartoonist und Comiczeichner Ramón Armas hält hier mit seinen humorvoll frivolen Kurzgeschichten dagegen.

 

Seine Frauen sind erfahrene, wohlproportionierte "Vollblutweiber" (im englischen Sprachraum auch MILF genannt) in den besten Jahren, die genau wissen was sie wollen. Mit viel Witz, Ironie und Sarkasmus illustriert Armas die männlichen und "fraulichen" Fehlbarkeiten, Enttäuschungen und Träume im ewigen Geschlechterkampf.

 

Der im Jahr 1962 geborene Künstler verdiente seine ersten Sporen in spanischen Fanzines wie Albania oder Camello. Richtig bekannt wurde er mit seinen Veröffentlichungen in den Magazinen Totem und Kiss Comix (Serie: "Le Décaméron, Boccace" (1992), sowie "Maruja al Dodu" ("Mégères au Pouvoir") (1997)).
Ab 1996 war er aus dem spanischen "Mutter"-Magazin Kiss Comix und ab 1998 aus der französischen Ausgabe, die in Frankreich ab Ausgabe 38 in La poudre aux rêves umgenannt wurde, nicht mehr wegzudenken.

Englischsprachige Übersetzungen seiner erotischen Kurzgeschichten sind unter anderem in French Kiss, dem englischen Pendant des spanischen Kiss Comix-Magazins, erschienen.

 

Sein Federstrich ist professionell, unverwechselbar und erinnert ein bisschen an die franco-belgische Comic-Schule. Die erotischen Kurzgeschichten wurden überwiegend in schwarz-weiß gezeichnet und mit Grautönen akzentuiert.

 

Neben den erotischen Arbeiten zeichnet Armas Karikaturen und Cartoons für diverse spanische Zeitschriften und Zeitungen.

 

französische Albenveröffentlichungen (Auswahl):
- Devine Qui Vient Ce Soir? (Bdèrogène, 2001)
- Ménagères en chaleur (Dynamite, 2006)

- Le Retour des Ménagères (Dynamite, 2008)

- A poèle les Ménagères! (Dynamite, 2007, 2009)

 

Weitere Kurzgeschichten-Serien:
- Marujas en Celo

- Marujas for Ever

 

Viele der Kurzgeschichten sind zwar klischeehaft übertrieben um die Sex-Quote voranzutreiben, haben aber fast immer einen nachvollziehbaren Story-Unterbau - ganiert mit einem gehörigen Schuss hintersinnigen Humor. Das Adjektiv "kurzweilig" bringt es so ziemlich auf den Punkt, was Armas "Hausfrauengeschichten" so charmant lesbar machen.


Armas verzichtet gänzlich auf extreme "Hardcore"-Kost. Fetish, Leder, Folter- oder S&M-Geplänkel sucht man vergebens oder haben höchstens den Stellenwert einer Fussnote. Die begleitenden Themen der Geschichten sind meist aus dem Alltag entnommen; obwohl mitunter auch zweiköpfige (aber liebenswerte) Unholde oder Dämonen aus der Hölle (ebenfalls liebenswert) die reifen Damen besuchen. Aber diese Fantasy-/Traum-Elemente bieten den lüsternen Hausfrauen nur ein wenig Abwechslung von der "alltäglichen Routine".

 

Ein Beispiel für eine Kurzstory:
In "Home Porno" will ein Ehemann einen Foto-Wettbewerb gewinnen und "überredet" seine Frau zu allerlei sexuellen Handlungen. Die Hausfrau muss nicht allzusehr "überzeugt" werden und ziert sich eher spielerisch. Der Ehemann geht davon aus, das einige scharfe Fotos einfach gewinnen müssen. Den Wettbewerb gewinnt er letztlich zwar nicht, was aber seine Freunde nicht davon abhält, sich für weitere Fotos zur Verfügung zu stellen. Das hat sich der Ehemann eigentlich anders gedacht, denn seine Frau willigt nur allzugerne ein bei einer fröhlichen Männerüberschuss-Party mitzumachen. Hat vielleicht die Ehefrau die Ereignisse bewusst gesteuert und egoistisch in die richtige Richtung gelenkt? Dumm gelaufen für den Ehemann.

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